mobilnavi

 

 

03.11.2017

Endlich Waldkäuze

Dank der tatkräftigen Unterstützung eines netten und hilfsbereiten Fotokollegen, dem auch an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt sei, konnten wir vor Kurzem zum ersten Mal Waldkäuze beobachten und fotografieren. Leider war ein Großteil des dekorativen Herbstlaubs wenige Tage zuvor dem Sturmtief Herwart zum Opfer gefallen. Aber auch so machten die Käuze in ihren urigen Behausungen noch einiges her. Auf Anhieb haben wir diese schönen Eulen ins Herz geschlossen und werden hoffentlich bald wiederkommen können, um noch etwas mehr Zeit mit dem Vogel des Jahres 2017 verbringen zu können.

Waldkauz
Waldkauz
Waldkauz
15.10.2017

Eleonorenfalken in Sardinien

Der Eleonorenfalke muss einen Greifvogelfreund einfach begeistern! So hat es mich sehr gefreut, dass ich im diesjährigen Sardinienurlaub ein paar Fotosessions bei diesen Akrobaten der Lüfte einlegen konnte. Diese nur auf Inseln im Mittelmeerraum vorkommenden Falken sind einzigartig in der europäischen Vogelwelt. Sie haben ihre Brutzeit und Jungenaufzucht komplett in den Herbst verlegt, um vom Nahrungsreichtum der dann im Mittelmeergebiet durchziehenden Kleinvögel zu profitieren.

Einzigartig sind auch die Flugmanöver und die Schnelligkeit dieser Hochgeschwindigkeitsflieger, die Fotograf und Technik an ihre Grenzen bringen. Der Ausschuss ist immens. Umso schöner, wenn man dann ein paar Aufnahmen zurückbehält, wo Ausleuchtung und Schärfe stimmen und auch keine Flügelspitzen abgeschnitten sind.

Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
Eleonorenfalke
16.09.2017

Varanger Teil 3: Kongsfjord & Kaamanen

Nach zwei Wochen in Ekkeroy wechselten wir unseren Standort und zogen weiter nach Kongsfjord, u.a. um näher am Kongsfjord- und Batsfjordfjellet zu sein. Doch wie schon erwähnt, erwiesen sich die höher gelegenen Fjells als nahezu "vogelfrei" in diesem Jahr. Außer ein paar halbwegs kooperativen Ohrenlerchen war nicht viel los. In Kongsfjord selbst, genauer gesagt in Veines, ist eine kleine Brutkolonie Flussseeschwalben und Gryllteisten, die aber eigentlich zu weit entfernt ist für vernünftige Bilder. Am letzten Tag, wir waren schon auf der Rückfahrt in Richtung Finnland, um von Ivalo aus unseren Heimflug anzutreten, stoppten wir noch ein letztes Mal im Fjell. Ein Weg, den wir schon dutzende Male vergeblich abgefahren waren, an einer Parkbucht, die oft von Wohnmobilen besetzt war...auf einmal waren sie da: Spornammern! Mit etwas Geduld konnten wir uns zu Fuß bis auf wenige Meter nähern und so doch noch auf den letzten Drücker Bilder von einer der Wunscharten machen!

Gut gelaunt ging es dann weiter nach Finnland, wo wir in Kaamanen bei der Neljän Tuulen Tupa, auch bekannt als die Hakengimpel-Lodge, noch einen Zwischenstopp mit Übernachtung einlegten. An den immer gut bestückten Futterhäuschen tummelten sich - neben Heerscharen von Stechmücken - viele Grünlinge und Birkenzeisige, einige Hakengimpel und Eichhörnchen sowie ein Pärchen Unglückshäher.

Flussseeschwalbe
Landschaft
Sandregenpfeifer
Sandstrukturen
Ohrenlerche
Spornammer
Spornammer
Spornammer
Eichhörnchen
Hakengimpel
Hakengimpel
Unglückshäher
09.09.2017

Varanger Teil 2: Hornoya

Das Highlight der Reise waren zweifelsohne unsere beiden Ausflüge auf die Vogelinsel Hornoya. Nachdem wir uns sonst für unsere Fotomotive ganz schön abrackern mussten, hatten wir hier das Luxusproblem, dass man gar nicht wusste, wohin man die Kamera halten sollte vor lauter Vögeln. Auf der Insel herrscht ein ohrenbetäubendes Geschrei, und es wuselt und fliegt überall etwas: Trottellummen, Tordalke, Papageitaucher, Krähenscharben und Dreizehenmöwen sind die häufigsten Vertreter.

Und hier war das Glück mal auf unserer Seite - wir hatten mehr oder weniger zufällig genau die Tage des sog. Lummensprungs erwischt. Lummen sind fürs Tauchen und Schwimmen gemacht, heißen sie doch nicht umsonst die "Pinguine des Nordens". Da die Altvögel die halbwüchsigen Jungen zu einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr mit genügend Fisch per Luftbrücke versorgen können, müssen diese im noch nicht flugfähigen Alter von den Brutnischen hoch im Fels herunterspringen und den Rest zu Fuss zum Meer watscheln. Wumms - wieder war ein flauschiger Bruchpilot direkt neben einem dumpf aufgeschlagen. Wir waren immer froh, dass wir nicht getroffen wurden von den Klippenspringern - und was erst mal ziemlich schmerzhaft aussieht für die Kleinen, geht in aller Regel glimpflich ab, denn die Kerlchen sind recht hart im Nehmen. Die Altvögel der Lummen warten dann unten auf den Nachwuchs, meist laut rufend auf den Steinen oder schon direkt im Meer. Manche kommen den Kleinen aber auch ein Stück entgegen und eskortieren sie die letzten Meter zum Wasser. Toll, das aus nächster Nähe erleben und fotografieren zu können.

Krähenscharbe
Papageitaucher
Papageitaucher
Papageitaucher
Papageitaucher
Papageitaucher
Tordalk
Tordalk
Tordalk
Silbermöwe
Trottellumme
Trottellumme
Trottellumme
Trottellumme
Trottellumme
Trottellumme
Trottellumme
Trottellumme
03.09.2017

Varanger Teil 1: Ekkeroy

Mit etwas Verspätung berichten wir hier von unserer dreiwöchigen Varanger-Tour im Juli. Schon lange war die Halbinsel im hohen Norden auf der Wunschliste der Reiseziele – dieses Jahr war es dann endlich soweit! Doch das Jahr 2017 war natürlich wieder „anders“ als all die vorangegangenen Jahre in Varanger, die wir aus Berichten und Erzählungen kannten. Entgegen unserer Befürchtungen hatten wir eigentlich ganz vernünftiges Wetter im Juli mit passablen Temperaturen und durchaus auch recht viel Sonnenschein. Das Problem waren die Wochen und Monate davor. Wir hatten schon mitverfolgt, dass der Mai und Juni selbst für dortige Verhältnisse viel zu kalt gewesen waren und so lag beispielweise im Kongsfjord- und Batsfjordfjellet Anfang Juli noch sehr viel Schnee. Das Resultat dieser widrigen Bedingungen war, dass viele Vögel gar nicht erst mit dem Brutgeschäft begonnen hatten und demzufolge auch nicht an den üblichen Plätzen anzutreffen waren. Pfuhlschnepfen standen ratlos an den Küsten herum, im Fjell sahen wir keine einzige. Sterntaucher führten keine Junge und schienen auch nicht zu brüten, bei den Eisenten genau das gleiche. In ornithologischen Fachforen war schon von einem „Katastrophenjahr“ für Finnisch-Lappland und Nord-Norwegen zu lesen...haben wir wirklich gut erwischt!

Nichtsdestotrotz haben wir natürlich in den zwei Wochen, in denen uns Ekkeroy und das wunderbare Sea Apartment der immer hilfsbereiten und freundlichen Ingjerd Tjelle als Ausgangsbasis dienten, ein paar schöne Aufnahmen machen können. Wenigstens auf unsere Freunde, die Greifvögel, war Verlass. Die Seeadler waren recht zahlreich und auch vergleichsweise wenig scheu. An einem Tag zeigten sich einige Raufussbussarde kooperativ und auch ein Wanderfalke an der Straße war eine positive Überraschung. Ebenfalls unverhofft kam die Begegnung mit einer Elchkuh und ihrem Jungen, Gott sei Dank nicht auf der Straße sondern daneben und im schönen Abendlicht. In den Fjellabschnitten, die über Schotterwege zugänglich waren, konnten wir immerhin Gold- und Sandregenpfeifer sowie Regenbrachvogel und beide Raubmöwen vor die Linse bekommen.

Goldregenpfeifer
Regenbrachvogel
Goldregenpfeifer
Schmarotzerraubmöwe
Falkenraubmöwe
KĂĽstenseeschwalbe
Wanderfalke
Elch
Elch
Rotfuchs
Varanger
Dreizehenmöwe
Seeadler
Seeadler
Seeadler
Seeadler
Seeadler
Raufussbussard
29.04.2017

ZurĂĽck am Neusiedler See

Da uns der Spontan-Besuch am Neusiedler See Anfang Mai letzten Jahres so gut gefallen hatte, war für dieses Jahr in den Osterferien eine längere Tour geplant, um den pannonischen Frühling zu genießen. Nun, da hat uns Petrus leider einen Strich durch die Rechnung gemacht – lausig kalt war’s, richtiges Aprilwetter, einen Tag sogar mit ein paar Zentimeter Sulzschnee im Hanság. Gott sei Dank fanden wir aber auch bei wechselhaften Wetterbedingungen eine Reihe von interessanten Fotomotiven, aber der Reihe nach…

Ein paar relativ warme und sonnige Stunden konnten wir bei den Zieseln vom Campingplatz in St. Andrä am Zicksee verbringen. Wenn man sich am Rande des Areals einfach mal ruhig auf die Lauer legt, kommen die neugierigen und zutraulichen Ziesel von ganz alleine. Wahrscheinlich werden sie auch gefüttert von dem ein oder anderen Zeitgenossen, ein Ziesel jedenfalls untersuchte immer wieder ganz eifrig die Sonnenblende vom großen Tele – wohl in der Hoffnung dort etwas Freßbares zu finden.

In der Umgebung von Illmitz und Apetlon gibt es einige lohnende Stellen, die sich sehr gut zur Natur- bzw. Vogelfotografie eignen. Am Ufer der Darscholacke kann man aus dem Auto heraus recht nah an verschiedene Limikolenarten wie Kampfläufer, Rotschenkel, Säbelschnäbler und Stelzenläufer herankommen. In den Pappeln rund um den Apetloner Badesee findet man oft Turmfalken und manchmal auch Waldohreulen. Die Zufahrtsstraße zum Illmitzer Seebad führt durch ausgedehnte Schilfbestände und gibt immer wieder den Blick auf Kanäle und Wasserflächen frei, wo sich allerhand interessante Arten aufhalten können. Nicht zu vergessen, der Beobachtungsstand an der sog. Warmblutkoppel, ein beliebter Treffpunkt für Fotografen – von hier aus kann man mit etwas Geduld verschiedene Reiher (v.a. Silberreiher), Löffler, fliegende Enten und Limikolen vor die Linse bekommen.

Unser „Lieblingseck“ am Neusiedler See ist aber der Hanság, eine weite offene Landschaft mit Resten von Feuchtwiesen und extensiv bewirtschafteten Weiden, die noch so manche ornithologische Kostbarkeit beherbergen. Eine Reihe von Greifvögeln lässt sich im Hanság beobachten, die Rohrweihe ist häufig anzutreffen, Wiesenweihen seltener und auch der Kaiseradler kommt als Nahrungsgast im Hanság vor. In guten Mäusejahren brütet die Sumpfohreule, die sich uns dankenswerterweise ein paar mal recht fotogen präsentierte. Auch für Singvögel ist der Hanság ziemlich gut: Schafstelze, Braunkehlchen, Feldsperling, Rohrammer etc. kann man hier vor die Kamera bekommen. Die Stars des Gebiets sind jedoch die Großtrappen – die Balz der Hähne ist ein imposantes Naturschauspiel, das wir aus vergleichsweise annehmbarer Distanz beobachten und fotografieren konnten.

Ziesel
Ziesel
Singdrossel
Silberreiher
Fasan
Flussregenpfeifer
Moorente
Rohrweihe
Säbelschnäbler
Braunkehlchen
Feldhase
GroĂźtrappe
GroĂźtrappe
Sumpfohreule
Sumpfohreule
TĂĽpfelsumpfhuhn
Reh
Silberreiher
15.03.2017

Flugshow der Turmfalken

Man darf ja auch mal ein bisschen GlĂĽck haben... Wir waren unterwegs in der näheren Umgebung um nach Mäusebussarden Ausschau zu halten - die Bussarde machten sich rar, dafĂĽr bemerkte Anja, dass sich etwas weiter entfernt drei Turmfalken immer wieder rasante Flugmanöver am Rand eines Neubaugebietes lieferten. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass sich da zwei Turmfalken-Männchen um ein Weibchen zankten, welches sich meistens in den Nischen eines Rohbaus aufhielt, während die beiden Herren den Platz immer wieder umkreisten oder sich auf einem der benachbarten Dächer niederlieĂźen, um sich gleich darauf wieder mit Scheinattacken zu bekriegen. Die Turmfalken waren dabei so mit sich beschäftigt, dass wir frei auf der StraĂźe stehend und aus nächster Nähe ihre Flugdarbietungen bewundern und fotografieren konnten.

Turmfalke 7D2 6985 web
Turmfalke 7D2 7409 web
Turmfalke 7D2 7189 web
Turmfalke 7D2 6942 web
Turmfalke 7D2 8176 web
Turmfalke 7D2 8426 web
26.02.2017

Winter in North Norfolk

Zum Jahreswechsel reisten wir eine Woche nach North Norfolk, in der Hoffnung einige neue Vogelarten vor die Linse zu bekommen. Wir hatten gelesen, dass die Schleiereule dort noch recht häufig vorkommt und dass es mit ein bisschen Glück möglich sein soll, diese Vögel auch mal vor die Kamera zu bekommen. Nach einigen Tagen hatten wir es dann auch tatsächlich geschafft eine jagende Schleiereule zu finden. Nur leider graute erst der Morgen und es war noch ziemlich dunkel – für die Eule kein Problem, für die Fotografen allerdings schon! Es war aussichtslos scharfe Flugaufnahmen hinzubekommen, also machten wir aus der Not eine Tugend und versuchten uns an dynamischen Wischerbildern. In den darauffolgenden Tagen konnten wir die Schleiereule noch einige Male in der Gegend beobachten, doch leider tat sie uns nicht den Gefallen noch mal so nah wie an jenem Morgen vorbeizufliegen. Das geht noch besser…

Es ist bekannt, dass die Engländer große Vogelfreunde sind und der Norden Norfolks gilt innerhalb UKs als das Birder-Mekka aufgrund der großen Vielfalt an durchziehenden und überwinternden Vogelarten. Im Laufe der Woche bekamen wir einige Limikolen, Enten- und Gänsearten vor die Linse und waren daher recht angetan von den Fotomöglichkeiten vor Ort. Der Strandabschnitt vor dem RSPB Titchwell ist ein recht vielversprechender Startpunkt, um sich an den verschiedenen Limikolen und Möwen zu versuchen. Die Vögel sind aufgrund der oft zahlreichen Strandbesucher einigermaßen an menschliche Präsenz gewöhnt und lassen mit etwas Geduld und Glück durchaus eine Annäherung auf Fotodistanz zu.

Schleiereule 7D2 8740 web
Knutt 7D2 0674 web
Kurzschnabelgans 7D2 5224 web
Norfolk on fire 7D2 7639 web
Pfuhlschnepfe 7D2 8953 web
Schleiereule 7D2 7669 web