mobilnavi

 

 

29.04.2017

ZurĂĽck am Neusiedler See

Da uns der Spontan-Besuch am Neusiedler See Anfang Mai letzten Jahres so gut gefallen hatte, war für dieses Jahr in den Osterferien eine längere Tour geplant, um den pannonischen Frühling zu genießen. Nun, da hat uns Petrus leider einen Strich durch die Rechnung gemacht – lausig kalt war’s, richtiges Aprilwetter, einen Tag sogar mit ein paar Zentimeter Sulzschnee im Hanság. Gott sei Dank fanden wir aber auch bei wechselhaften Wetterbedingungen eine Reihe von interessanten Fotomotiven, aber der Reihe nach…

Ein paar relativ warme und sonnige Stunden konnten wir bei den Zieseln vom Campingplatz in St. Andrä am Zicksee verbringen. Wenn man sich am Rande des Areals einfach mal ruhig auf die Lauer legt, kommen die neugierigen und zutraulichen Ziesel von ganz alleine. Wahrscheinlich werden sie auch gefüttert von dem ein oder anderen Zeitgenossen, ein Ziesel jedenfalls untersuchte immer wieder ganz eifrig die Sonnenblende vom großen Tele – wohl in der Hoffnung dort etwas Freßbares zu finden.

In der Umgebung von Illmitz und Apetlon gibt es einige lohnende Stellen, die sich sehr gut zur Natur- bzw. Vogelfotografie eignen. Am Ufer der Darscholacke kann man aus dem Auto heraus recht nah an verschiedene Limikolenarten wie Kampfläufer, Rotschenkel, Säbelschnäbler und Stelzenläufer herankommen. In den Pappeln rund um den Apetloner Badesee findet man oft Turmfalken und manchmal auch Waldohreulen. Die Zufahrtsstraße zum Illmitzer Seebad führt durch ausgedehnte Schilfbestände und gibt immer wieder den Blick auf Kanäle und Wasserflächen frei, wo sich allerhand interessante Arten aufhalten können. Nicht zu vergessen, der Beobachtungsstand an der sog. Warmblutkoppel, ein beliebter Treffpunkt für Fotografen – von hier aus kann man mit etwas Geduld verschiedene Reiher (v.a. Silberreiher), Löffler, fliegende Enten und Limikolen vor die Linse bekommen.

Unser „Lieblingseck“ am Neusiedler See ist aber der Hanság, eine weite offene Landschaft mit Resten von Feuchtwiesen und extensiv bewirtschafteten Weiden, die noch so manche ornithologische Kostbarkeit beherbergen. Eine Reihe von Greifvögeln lässt sich im Hanság beobachten, die Rohrweihe ist häufig anzutreffen, Wiesenweihen seltener und auch der Kaiseradler kommt als Nahrungsgast im Hanság vor. In guten Mäusejahren brütet die Sumpfohreule, die sich uns dankenswerterweise ein paar mal recht fotogen präsentierte. Auch für Singvögel ist der Hanság ziemlich gut: Schafstelze, Braunkehlchen, Feldsperling, Rohrammer etc. kann man hier vor die Kamera bekommen. Die Stars des Gebiets sind jedoch die Großtrappen – die Balz der Hähne ist ein imposantes Naturschauspiel, das wir aus vergleichsweise annehmbarer Distanz beobachten und fotografieren konnten.

Ziesel
Ziesel
Singdrossel
Silberreiher
Fasan
Flussregenpfeifer
Moorente
Rohrweihe
Säbelschnäbler
Braunkehlchen
Feldhase
GroĂźtrappe
GroĂźtrappe
Sumpfohreule
Sumpfohreule
TĂĽpfelsumpfhuhn
Reh
Silberreiher
15.03.2017

Flugshow der Turmfalken

Man darf ja auch mal ein bisschen Glück haben... Wir waren unterwegs in der näheren Umgebung um nach Mäusebussarden Ausschau zu halten - die Bussarde machten sich rar, dafür bemerkte Anja, dass sich etwas weiter entfernt drei Turmfalken immer wieder rasante Flugmanöver am Rand eines Neubaugebietes lieferten. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass sich da zwei Turmfalken-Männchen um ein Weibchen zankten, welches sich meistens in den Nischen eines Rohbaus aufhielt, während die beiden Herren den Platz immer wieder umkreisten oder sich auf einem der benachbarten Dächer niederließen, um sich gleich darauf wieder mit Scheinattacken zu bekriegen. Die Turmfalken waren dabei so mit sich beschäftigt, dass wir frei auf der Straße stehend und aus nächster Nähe ihre Flugdarbietungen bewundern und fotografieren konnten.

Turmfalke 7D2 6985 web
Turmfalke 7D2 7409 web
Turmfalke 7D2 7189 web
Turmfalke 7D2 6942 web
Turmfalke 7D2 8176 web
Turmfalke 7D2 8426 web
26.02.2017

Winter in North Norfolk

Zum Jahreswechsel reisten wir eine Woche nach North Norfolk, in der Hoffnung einige neue Vogelarten vor die Linse zu bekommen. Wir hatten gelesen, dass die Schleiereule dort noch recht häufig vorkommt und dass es mit ein bisschen Glück möglich sein soll, diese Vögel auch mal vor die Kamera zu bekommen. Nach einigen Tagen hatten wir es dann auch tatsächlich geschafft eine jagende Schleiereule zu finden. Nur leider graute erst der Morgen und es war noch ziemlich dunkel – für die Eule kein Problem, für die Fotografen allerdings schon! Es war aussichtslos scharfe Flugaufnahmen hinzubekommen, also machten wir aus der Not eine Tugend und versuchten uns an dynamischen Wischerbildern. In den darauffolgenden Tagen konnten wir die Schleiereule noch einige Male in der Gegend beobachten, doch leider tat sie uns nicht den Gefallen noch mal so nah wie an jenem Morgen vorbeizufliegen. Das geht noch besser…

Es ist bekannt, dass die Engländer große Vogelfreunde sind und der Norden Norfolks gilt innerhalb UKs als das Birder-Mekka aufgrund der großen Vielfalt an durchziehenden und überwinternden Vogelarten. Im Laufe der Woche bekamen wir einige Limikolen, Enten- und Gänsearten vor die Linse und waren daher recht angetan von den Fotomöglichkeiten vor Ort. Der Strandabschnitt vor dem RSPB Titchwell ist ein recht vielversprechender Startpunkt, um sich an den verschiedenen Limikolen und Möwen zu versuchen. Die Vögel sind aufgrund der oft zahlreichen Strandbesucher einigermaßen an menschliche Präsenz gewöhnt und lassen mit etwas Geduld und Glück durchaus eine Annäherung auf Fotodistanz zu.

Schleiereule 7D2 8740 web
Knutt 7D2 0674 web
Kurzschnabelgans 7D2 5224 web
Norfolk on fire 7D2 7639 web
Pfuhlschnepfe 7D2 8953 web
Schleiereule 7D2 7669 web